Dienstag, 8. April 2014

Dispozins-vergleich.de ist gestartet.

Heute ist die neue Webseite Dispozins-vergleich.de gestartet. Ziel ist es etwas mehr Überblick über die Dispozinsen der Banken in Deutschland zu gewähren. Zum Start sind die 1822direkt, die Audibank, die Comdirect Bank, die Commerzbank, die Deutsche Bank, die Norisbank, die DKB, die ING-DiBa, Cortal Consors, die Santander Bank, die DAB Bank, die GLS Bank, die Triodos Bank, die Targobank, die Volkswagenbank, die Hypovereinsbank und die Postbank im Vergleich mit unterschiedlichen Kontomodellen enthalten. In nächster Zeit werden weitere Banken und Sparkassen in den Vergleich mit aufgenommen. Schon dieser erste Vergleich gibt aber aufschlussreiche Ergebnisse. Es zeigt, dass einige Banken mit Millionen Kunden mit nur einem einzigen Kontomodell auskommen, wie z.B. DKB und ING-DiBa und auf der anderen Seite, dass Banken wie Commerzbank oder Targobank mit vielen unterschiedlichen Modellen auf Kundenfang gehen. Auch die Art der Dispokreditgestaltung unterscheidet sich sehr stark von Bank zu Bank. Es gibt die drei "Transparenz-Glanzlichter" ING-DiBA, 1822 direkt und GLS Bank, die mit Zinssätzen zwischen 7 und 8% sowohl für den Dispokredit, als auch für die geduldete Überziehung auskommen und eine kurzfristige Überziehung nicht durch Extrazinsen bestrafen. Auf der anderen Seite hat es sich in 2013 bei der Targobank und bei eingen Vertretern der Deutsche Bank Gruppe (Deutsche Bank und Norisbank) eingebürgert, die kurzfristige Überschreitung des gewährten Disporahmens mit einer Strafgebühr zu belegen. Im krassesten Fall ist man also 1 € zu weit im Minus und zahlt dafür mehrere Euro Strafe. In % werde ich das lieber nicht umrechnen. Die Deutsche Bank veranschlagt hier einen Quartalspreis von 6,90 € der immer fällig wird, wenn der Überziehungszins gestreift wird, die Überziehungszinsen aber diese Gebühr im Quartal unterschreiten. Gleiches passiert bei der Norisbank, nur dass mit 6,95 € im Quartal 5 Cent mehr anfallen. Je nach dem wie oft man den Überziehungszins in Anspruch nimmt, wird es bei der Targobank noch günstiger oder teurer. Die Mechanik ist die selbe, allerdings geht es hier nicht ums Quartal, sondern um den Kalender Monat. Sind Sie als Targobank Kunde über Ihren Dispozins hinaus geschossen, fallen mindestens 4,95 € (beim StarterKonto 2,95€) für diesen Monat an, sofern die Überziehungszinsen nicht höher sind. Grundsätzlich keine schlechte Gebührenidee - wer schon über den Dispo hinaus ist, hat sowieso ein schlechtes Gewissen und wechselt bestimmt nicht so leicht die Bank. Schön ist es aber nicht. Im Gegenzug bietet die Targobank dann aber wieder je nach Kontomodell kleine Komfortzonen von 50 - 200 € in denen Kunden gar keinen Dispozinsen zahlen müssen. Diese Idee gab es vorher nur bei der ehemaligen SEB Bank im GiroStar Modell. Dieses Modell gibt es bei der Santander Bank nach der Übernahme der SEB auch immernoch. Hier erhält der Kunde in Abhängigkeit der Gesamtdispohöhe bis zu 500 € zinslose Komfortzone.